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Kantersieg der deutschen Frauen

18. September 2021

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist mit dem erhofften Erfolgserlebnis in die WM-Qualifikation gestartet. Die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg blieb gegen Bulgarien ungefährdet.

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Chancenlos: die Bulgarinnen in Rot im Spiel gegen die DFB-Auswahl

Vor nur 1534 Zuschauern in dem wegen der Coronavirus-Pandemie für 5000 Zuschauer zugelassenen Stadion der Freundschaft in Cottbus erzielten die Münchnerinnen Lea Schüller (21./72. Minute), Lina Magull (24./33.) und Linda Dallmann (67./82.) jeweils per Doppelpack sowie Tabea Waßmuth (76.) vom VfL Wolfsburg die Tore für Deutschland.

Am Anfang ein bisschen schwer

"Für uns war es am Anfang ein bisschen schwer, reinzukommen. Aber nach dem ersten Tor haben wir es gut gemacht und können zufrieden sein mit dem Spiel. Für den ersten Auftritt war es ganz ordentlich", sagte Schüller. "Wir freuen uns über den  souveränen Sieg", ergänzte Magull, verwies aber auch auf die mangelnde Chancenverwertung.

Auf dem regennassen Rasen taten sich die Gastgeberinnen nur in den Anfangsminuten schwer gegen den tiefstehenden Weltranglisten-79. aus Bulgarien. Die wenigen anwesenden Fans versuchten es von Beginn an mit Aufmunterungs- und Anfeuerungsrufen - und bekamen nach gut 20 Minuten dann auch die ersten Tore zu sehen. Zunächst schoss Schüller nach Flanke von Hendrich die DFB-Auswahl verdient in Führung. Nur drei Minuten später erhöhte Magull mit einem schönen Schuss aus der Distanz auf 2:0 - was die Zuschauer mit "Deutschland, Deutschland"-Rufen quittierten. Auch ohne die weiterhin verletzte Kapitänin Alexandra Popp dominierten die Deutschen nun die Partie und ließen die Gäste praktisch nicht in die Nähe des eigenen Strafraums kommen. Bei einem zaghaften Versuch der Bulgarinnen klärte Spielmacherin Dzsenifer Marozsan mit einer starken Defensiv-Aktion.

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Der Treffer von Lea SchüllerBild: Thomas Eisenhuth/Getty Images

Der dritte deutsche Treffer fiel nach einer sehenswerten bayerischen Kombination. Nach einer Flanke von Sydney Lohmann musste deren Münchner Mitspielerin Magull nur noch per Kopfball vollenden. Die Dominanz setzte sich dann auch in der zweiten Hälfte fort. Obwohl die Leistungsträgerinnen Magull, Lohmann und Lena Oberdorf nach 45 Minuten geschont und durch Jana Feldkamp, Dallmann und Jule Brand ersetzt wurden, änderte sich am Bild nur wenig. Ob Schüller per Kopf, Dallmann per Direktabnahme oder Sophia Kleinherne mit einem Schlenzer - lediglich die Chancenauswertung gab es zunächst zu bemängeln. "Dranbleiben, Leute", rief Martina Voss-Tecklenburg ihren Spielerinnen zu. Diese befolgten die Anweisung der Bundestrainerin und erhöhten mit weiteren Treffern zum souveränen und nie gefährdeten Auftaktsieg.

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Freude bei Kathrin Hendrich (links) und Jana Feldkamp nach dem vierten TrefferBild: Thomas Eisenhuth/Getty Images

Am Dienstag (16.00 Uhr/ZDF) steht in Chemnitz gegen Serbien die nächste WM-Qualifikations-Partie an. Voss-Tecklenburg erwartet nach eigenen Worten ein "offeneres Spiel" als gegen die Bulgarinnen. Für die haushoch favorisierten Gastgeberinnen sei aber das "Ziel ganz klar, die nächsten drei Punkte einzufahren", so die Bundestrainerin.

Zudem trifft das DFB-Team in seiner Gruppe noch auf die Türkei, Israel und Portugal. Die neun Gruppenersten qualifizieren sich direkt für das Endturnier 2023 in Australien und Neuseeland. Die Zweiten spielen in Playoffs um zwei weitere Plätze.

ml/hf (dpa, SID)