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Rennen gegen die Zeit

Carmen Meyer
19. April 2016

Seit der Öffnung Myanmars 2011 setzen Tourismus und Fischerei dem artenreichen Mergui-Archipel im Süden des Landes zu. Eine Allianz aus lokalen See-Nomaden und internationalen Forschern will das Inselparadies retten.

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Bild: DW

Myanmar: Schutz für den Mergui-Archipel

Projektziel: Schaffung eines Netzwerks von Meeresschutzgebieten
Projektpartner: Fauna & Flora International
Projektvolumen: 150.000 US-Dollar / Jahr, über 5 Jahre
Ort: Myeik Archipel
Sensible Arten: Mantarochen, Haie, Meeresschildkröten

Jahrzehntelang störte kein Tourist die Ruhe der Inselwelt - der Heimat der Moken. Dieses Volk von See-Nomaden lebt traditionell von und mit dem Meer. Ihr Zuhause, der Mergui-Archipel im Süden Myanmars, war unter der restriktiven Politik der ehemaligen Militär-Diktatur fast ein halbes Jahrhundert lang abgeschottet. Doch mit der politischen Öffnung seit 2011 drängt die Zeit: Die Moken berichten von immer deutlicheren Anzeichen einer sich verändernden Welt: Müll, Treibnetze und illegale Fischerei zerstören ihre Umwelt.

Mit ihnen gemeinsam hat die Organisation Fauna & Flora International nun drei Schutzgebiete entwickelt. Die Bewohner der Region sollen diese selbst verwalten, in Abstimmung mit dem nationalen Fischerei-Ministerium. Dafür hat die internationale Naturschutzorganisation eine Tauchexpedition zusammengestellt. Mit dabei: Lokale Bewohner, die zu Tauchern ausgebildet wurden, und ein internationales Team aus Wissenschaftlern. Gemeinsam wollen sie den Zustand der Korallenriffe entlang der rund 800 meist unbewohnten Inseln untersuchen. Die Öffnung des Landes mit der einhergehenden Entwicklung der Gesellschaft und des Tourismus wird die Küste, die Natur und das Meer unweigerlich verändern. Umso wichtiger ist es, die kritischen Biodiversitäts-Hotspots frühzeitig auszumachen und zu schützen.

Ein Film von Carmen Meyer und Holger Ernst